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Pfingsten: Vollendung von Ostern, Geburtsfest der Kirche, Aufbruch in die Zeit

Mit Pfingsten endete die österliche Festzeit. Wir haben den Tod und die Auferstehung unseres Herrn gefeiert und die Gaben seines Geistes empfangen.

Aber die wenigsten wissen mit dem Pfingstfest etwas anzufangen, und mit dem Heiligen Geist tun wir uns noch schwerer. Zu Pfingsten, so zitierte einmal ein Pfarrer gern, sind die Geschenke am geringsten. Weihnachten ist das Fest des Schenkens, und selbst zu Ostern gibt es noch etwas. Doch zu Pfingsten gehen wir anscheinend leer aus. Da gibt es höchstens Party. In Leipzig triff sich die Wife-Gothic-Szene. Oder man nutzt das lange Wochenende, um zu verreisen. 

Dabei werden wir gerade zu Pfingsten reich beschenkt. Der erhöhte Herr hat uns das kostbarste Geschenk gemacht, das es gibt. Er hat uns seinen Heiligen Geist mit seinen vielfältigen Gaben gesandt. Der Heilige Geist, die dritte göttliche Person, ist an seinen Früchten zu erkennen. Er ordnet das Chaos zum Kosmos, er spricht durch die Propheten, in seiner Kraft wird das Wort des Vaters, der Sohn, Mensch, und zu Pfingsten schenkt er uns die Kirche. Sie ist Geschöpf und Frucht des Heiligen Geistes. Während wir bei Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, menschliche Assoziationen haben, geht beim Heiligen Geist unsere Phantasie ins Leere. In der Theologie nennt man den Heiligen Geist auch den „gesichtslosen Gott“, der in uns und durch uns Gestalt und Gesicht bekommen möchte. Denn in Taufe und Firmung sind wir mit dem Geist Gottes beschenkt worden, dem Geist der Einsicht, der Weisheit und der Erkenntnis, dem Geist des Rates und der Stärke, dem Geist der Frömmigkeit und der Gottes(ehr)furcht. Und überall, wo Gutes geschieht, wo Liebe gelebt und Leben ermöglicht wird, ist der Heilige Geist am Wirken. Denn er weht und wirkt, wo er will, und lässt sich nicht begrenzen oder einschränken.

Als Getaufte und Gefirmte sind wir dem Heiligen Geist verpflichtet. Wir sind berufen, IHM in dieser Welt und in unserer Zeit durch unser Reden, Handeln und Tun Gesicht und Gestalt zu geben. Geben wir IHM ein Gesicht! Gib du IHM dein Gesicht und deine Hand! Dann wird die Welt bewegt und verändert. Dann ist Pfingsten nicht nur zu Pfingsten. Und wir klagen nicht mehr darüber, dass Geschenke ausbleiben, haben wir doch das kostbarste Geschenk, das es gibt, den Heiligen Geist, empfangen. Damit können wir wuchern und die Welt verändern. Pfingsten geht es erst richtig los. Pfingsten kommt Ostern zur Entfaltung. Seitdem schreitet Christus durch die Zeit in seiner Kirche Pilgerkleid, Gott lobend. Halleluja! 

 


Termine

 
SAMSTAG 
23. Juni 2018
  der 11. Woche im Jahreskreis

Herz Jesu 
Osternienburg
  18.00  Hl. Messe: +Christian Kusmirek
 
SONNTAG
24. Juni 2018


  GEBURT DES HL. JOHANNES DES TÄUFERS (H)
 
Kollekte für die Pfarrei
St. Michael 
Edderitz
  08.00 Hl. Messe: für die Pfarrei
St. Maria  
Köthen
  10.00 Hl. Messe: ++Georg Janßen und Johannes Janßen Familiengottesdienst zum Schuljahresabschluss mit Reisesegen

St. Maria  
Köthen
  17.00 Vesper