Firmung

Menschen sind auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens. Im Glauben können sie Halt und Orientierung finden. Mit der Firmung sagen sie Ja zu einem Leben mit Gott.
Der Name FIRMUNG leitet sich von confirmatio (lat.) her, was hier im Sinn von Stärkung zu verstehen ist. Es begegnet uns auch der Name Handauflegung. Das Sakrament der Firmung wird Jugendlichen und Erwachsenen gespendet durch Salbung mit Chrisam auf die Stirn unter Auflegen der Hand und durch die Worte: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist". Die FIRMUNG führt die in der Taufe begonnene Eingliederung in die Kirche weiter. In diesem Sakrament empfangen die Getauften den Heiligen Geist. Durch diese Gabe werden sie gestärkt als Christen in der Kirche und in der Welt zu leben, um Christus ähnlicher zu werden.
Die Gaben des Heiligen Geistes sind:
• Weisheit - wirkt in Menschen, die Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden.
• Einsicht - wirkt in Menschen, die hinter den Dingen Zusammenhänge sehen.
• Rat - wirkt in Menschen, die anderen Menschen Wege ins Leben weisen.
• Stärke - wirkt in Menschen, die Mut und Ausdauer im Guten zeigen.
• Erkenntnis - wirkt in Menschen, die eigne Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen.
• Frömmigkeit - wirkt in Menschen die im Gebet und Alltag auf Gott vertrauen.
• Gottesfurcht - wirkt in Menschen die wissen, dass Gott größer ist als unsere Bilder von ihm und die in seiner Kirche leben.
• Die größte und die wichtigste der Geistesgaben ist die Liebe (1Kor 12,31-13,13) Alle übrigen Geistesgaben sind ihr untergeordnet oder werden in ihrem Wert danach beurteilt.
Der Geist weht wo er will. Seine Wirkungen umgeben uns täglich. Der Heilige Geist ist niemand anders als Gott selbst. Mit Geist ist die persönliche Nähe Gottes zu den Menschen gemeint, sowenig abzutrennen von Gott wie der Sonnenstrahl von der Sonne.

Die Feier der Firmung findet ca. aller zwei Jahre in der Pfarrei statt. Die Spendung der Firmung erfolgt durch den Bischof. Dadurch wird die Verantwortung des Firmanden gegenüber dem Bistum und der Gesamtkirche deutlich, als deren Glied er sich zur Zeugenschaft für Christus und seine Kirche durch die Firmung verpflichtet.

Die Vorbereitungstreffen, die Teilnahme an Gottesdiensten und Jugendveranstaltungen sollen den Firmanden das Leben der Gemeinde näher bringen, so dass sie ein freies Ja zur Kirche und zu Christus sprechen können.

Die Firmanden sollen sich einen Paten selber aussuchen. Er/ Sie soll bereit und fähig sein, den jungen Menschen auf seinen weiteren Glaubensweg zu begleiten. Darum muss jemand, der das Patenamt übernimmt, so wie beim Patenamt der Taufe das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch und selber gefirmt sein und aus einer christlichen Grundeinstellung heraus leben