Religiöse Kinderwoche 2014

In diesem Jahr fand die RKW von Montag, den 21.07.14, bis Samstag, den 26.07.14, im Gemeindehaus der Kath. Gemeinde St. Joseph in Zahna statt.

Wir waren 14 Personen: 11 große und kleine Kinder und 3 Erwachsene.
Oder noch genauer gesagt: 9 Mädchen, zwei Jungen und wir drei Großen.
Eine Woche haben wir zusammen gelebt, unser Leben und unseren Glauben miteinander geteilt. Wir haben gespielt, gesungen, waren schwimmen und auch wandern. Es waren frohe, erholsame Tage. Wir konnten viel erleben und auch so manche Erfahrung im Umgang miteinander machen.
Eine RKW – eine Religiöse Kinderwoche – bedarf einer guten Vorbereitung. Dafür zeichnete der Gemeindereferent unserer Pfarrei, Herr Matthias Thaut, verantwortlich.
Er hatte das Quartier ausfindig gemacht und alles Organisatorische in die Wege geleitet: Aushänge angefertigt, Flyer erstellt und verteilt, potentielle Interessenten angesprochen und eingeladen und schließlich neben dem pfarreieigenen VW-Bus auch einen Malteser-Transporter zur Verfügung gestellt bekommen.
Aber die beste Organisation taugt nichts, wenn in der Küche nichts los ist und der Magen knurrt. Dem konnte abgeholfen werden. Zum Glück hatte sich Frau Thaut auch in diesem Jahr bereit erklärt, für das leibliche Wohl aller Beteiligten zu sorgen. Und wir sind wirklich nicht verhungert, sondern wurden ausgezeichnet bekocht. Was will man mehr.
Aber drei sind besser als zwei. Und so wurde auch ich – wie schon in den vergangenen Jahren – mit ins RKW-Boot geholt, um die Gruppe mit Spiel und Spaß und kreativen Ideen zu bereichern. Das fällt mir ja nicht schwer, habe ich doch als Erzieherin in der Kath. Kita St. Anna stets mit Kindern und ihren vielseitigen Bedürfnissen zu tun.
Alle drei haben wir also an einem Strang gezogen. Und den Kindern hat es gefallen.
Am Donnerstag kam dann noch einer an Bord, unser Pfarrer Armin Kensbock. Er war eigens aus Köthen angereist, um mit uns die heilige Messe zu feiern und das RKW-Thema liturgisch zu vertiefen. Darauf nahm er in seiner Predigt Bezug. Als die beiden Jungen ihm in der Sakristei begegneten, riefen diese wie aus einem Mund: „Endlich noch ein Jungen!“ Was für ein Kompliment! Die Zusammenkunft mit ihm endete mit dem Mittagessen. Unsere Kinder wollten ihn noch zum Wandern einladen, aber dazu hatte er wegen der Abendmesse in Köthen keine Zeit mehr. Aber vielleicht hatte er auch keine Lust, wer weiß? Aber wir haben uns gefreut, dass er uns besucht hat. Zur Erinnerung gab es auch ein Gruppenfoto, zwar auch mit Dame, aber auch mit Pfarrer. Wer hat das schon?

Die RKW stand in diesem Jahr unter der Überschrift: „Folge mir!“ Tag für Tag konnten wir erfahren, wie Simon Petrus damals Jesus gefolgt ist und sein Freund wurde. Jesus hat Petrus gerufen, er ist ihm gefolgt, es war nicht immer leicht, und doch hat Petrus immer auf die Worte Jesu gehört und ist sein Freund geworden. Auch wir wollen Jesus folgen und seine Freunde sein. Durch Lieder, Spiele und Bibeltexte haben wir viel erfahren, das wichtigste war jedoch, wer glaubt ist nie allein, jeder kann was und kann anderen zum Glauben verhelfen. Wir sind aber auch untereinander Freunde geworden.
Völlig k.o., aber zufrieden und glücklich sind wir am Samstag, den 26.07.2014, wieder wohlbehalten und glücklich in Köthen eingetroffen.
Am Sonntag durften wir unserer Gemeinde uns und das Thema der RKW im Gottesdienst in St. Maria vorstellen. Es wurden sogar unsere RKW-Lieder im Gottesdienst gesungen, und wir haben unsere Fürbitten eingebracht. Am Schluss gab es sogar Applaus von der Gemeinde, als Pfarrer Kensbock allen Beteiligten für ihr Mitmachen dankte.
So freuen wir uns schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn wir uns dann zur RKW 2015 in Osterwieck treffen. Und wer weiß, vielleicht kommen nicht nur mehr Jungen, sondern auch noch mehr Mädchen mit. Mich würde das wahnsinnig freuen. Und die anderen auch.

Christina Gießler