Kanzelpredigten an Fastensonntagen in der Katholischen Schloss- und Pfarrkirche St. Maria in Köthen

von Andreas Brandt, Köthen (Anhalt)

 

Die Fastenzeit hat begonnen, in der es nicht darum geht, in den Hungerstreik zu treten oder eine Hungerkur zu absolvieren, um den Fettpolstern am Körper den Kampf anzusagen. Die Fasten-, oder anders, die vorösterliche Bußzeit dient vielmehr dazu, das Verhältnis zu Gott und zu den Mitmenschen zu überprüfen und in Ordnung zu bringen, damit das bevorstehende Osterfest, der Sieg unseres Herrn Jesus Christus über den Tod, mit echter Freude gefeiert werden kann. Gottes Sohn hat für alle Menschen freiwillig den grausamen, schändlichen Tod am Kreuz auf sich genommen, damit jeder Mensch die Möglichkeit erhält, wenn er sie denn nutzt, für immer - im wahrsten Sinne des Wortes - Gott nahe zu sein. Folgt man Jesus Christus, so bedeutet der Tod nicht das Ende, sondern der Anfang des wahren, ewigen Lebens bei Gott in Glückseligkeit. Das „Erfolgsrezept“ dazu steht bekanntlich in der Heiligen Schrift.

Wie eine Nachfolge Christi aussehen könnte, steht auch im Mittelpunkt der diesjährigen Kanzelpredigten zur Fastenzeit in der Katholischen Schloss- und Pfarrkirche St. Maria in Köthen. Unter dem Leitmotiv „Von Gott gerufen und gesandt“ werden an vier Sonntagen, beginnend am 9. März 2014, jeweils um 17:00 Uhr, im Rahmen der sonntäglichen Vesper, Frauen zu Berufungen sprechen. Das veranlasste Pfarrer Armin Kensbock augenzwinkernd zu dem Ausruf: “Frauenpower in St. Maria Köthen!“ Eine Besonderheit sind die Zusagen von Schwester Klara Maria Helmuth, Zisterzienserin aus dem Kloster St. Marien in Helfta, und Schwester Ruth Lazar, Benediktinerin aus der Abtei St. Gertrud in Alexanderdorf, die beide als Nonnen in Klausur leben und nur zu besonderen Anlässen das Kloster verlassen dürfen.

Anlass, das Thema „Berufungen“ für die Kanzelpredigten in der Fastenzeit zu wählen, ist die Diakonweihe von Priesteramtskandidat Marcel Liebing aus Köthen-Klepzig, die er am 10. Mai 2014 in der Kathedralkirche St. Sebastian in Magdeburg durch Bischof Dr. Gerhard Feige empfangen wird. Herr Marcel Liebing folgt seiner Berufung als Priester, wenn er im nächsten Jahr dazu geweiht wird. Aber für eine solche Nachfolge ist es nicht zwingend erforderlich, in ein Kloster zu gehen oder Priester zu werden. Es gibt weitere Möglichkeiten, zum Beispiel in Ehe und Familie sowie im selbstlosen Einsatz für die Mitmenschen. Diese Wege werden in den beiden anderen „Kanzelpredigten“ durch Frau Katherina Reiß, die als Gemeindereferentin in Wolfen-Zörbig tätig ist, und von Frau Ordinariatsrätin Barbara Köhler, Görlitz, aufgezeigt.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zu den Kanzelpredigten eingeladen. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch im Pfarrsaal.

Die Themen der „Kanzelpredigten“ in der Katholischen Kirche St. Maria in der Springstraße in Köthen, die jeweils sonntags um 17:00 Uhr stattfinden, lauten:

09. März 2014:     Sr. Klara Maria Hellmuth, OCist (Kloster St. Marien, Helfta)
„ Berufen zur Brautschaft Christi“
16. März 2014:     Katharina Reiß, Gemeindereferentin in Wolfen-Zörbig
„ Berufen zur Nachfolge in Ehe und Familie“
23. März 2014:     Sr. Ruth Lazar, OSB (Abtei St. Gertrud, Alexanderdorf)
„ Berufen zum Gotteslob“
30. März 2014:     Barbara Köhler, Ordinariatsrätin in Görlitz
„Berufen zum Dienst an den Schwestern und Brüdern“