50 Perlen für den Frieden

Der Oktober ist Rosenkranzmonat

Der Monat Oktober beginnt festlich mit dem Erntedankfest, dem Tag der deutschen Einheit, und vielerorts gibt es Oktoberfeste, Jahrmärkte und andere Lustbarkeiten, die feuchtfröhlich begangen und kulinarisch genossen werden.

Nur die Nachrichten, die uns tagtäglich erreichen, wollen in diese Stimmung nicht so recht passen. Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten, nichts als Krisen, Kriege, Katastrophen und noch dazu eine nukleare Drohkulisse. Auf der einen Seite geht bei uns alles seinen gewohnten Gang, auf der anderen Seite fühlen wir uns so hilflos und ohnmächtig, wenn wir an das Schicksal der Millionen Flüchtlinge und Vertriebenen denken.

Die Staatengemeinschaft müsste entschlossener und konsequenter handeln, tut es aber nicht. Und das Morden und Zerstören im Irak, in Syrien, im Jemen und andernorts geht weiter.

Wir Christen haben zwar keine Waffen, aber wir kennen ein Mittel, das wir dem ganzen Treiben entgegensetzen können. Es ist eine Kette mit 50 Perlen, der Rosenkranz. Vornehmlich im Oktober wird er in unseren Kirchen, aber auch privat gebetet. 50 Perlen, die uns daran erinnern, was Gott für uns getan hat, um uns aus den Zwängen des Bösen und des Todes zu befreien. 50 Perlen für den Frieden, der Welt täglich als ganze „Packung“ oder wohl dosiert verabreicht, garantiert ohne schädliche Nebenwirkungen. Schon einmal waren diese Perlen ein wirksames Mittel gegen eine drohende Gefahr. Im Jahr 1571 gewannen die Christen die Seeschlacht bei Lepanto gegen die türkischen Eroberer. Der Sieg wurde dem Gebet des Rosenkranzes zugeschrieben. Beim Rosenkranzgebet schauen wir mit den Augen Mariens auf die Erlösungstat Christi. Am 7. Oktober feiern wir sie als Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, als unsere Rosenkranzkönigin.

Manchmal muss man kämpfen, um Unheil abzuwehren, manchmal ist Beten auch ein Kampf gegen böse Mächte und Gewalten.

Wie schön wäre es, wenn wir es beim Beten belassen könnten. Dann bliebe uns manches Elend erspart. Wenn die Menschen miteinander und füreinander beteten, und nicht gegeneinander kämpften, dann könnte die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen über unserer Welt.